Mittwoch, Mai 22, 2013
Textildesign Austauschstudent Teil 3 Schweden
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2010_2_06_h_schlittschuhHier kommen noch ein paar Bilder von den letzten Wochen. Zuerst die Bilder von unserer Fahrt zur Küste bei Göteborg und unsere Schlittschuhfahrt auf dem Meer mit der netten schwedischen Familie, die uns die Schlittschuhe ausgeliehen hat. Da seht ihr auch den großen Volvo, dessen Schlüssel wir für eine Weile unser nennen konnten ... Nur um die Schlittschuhe rauszuholen, natürlich {#emotions_dlg.smile}.

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Der riesen Eisberg am Anfang ist eine steinige Anhöhe, wie sie oft an den schwedischen Landstraßen vorzukommen scheinen. Und durch die ständig wechselnden Temperaturen motierten viele von ihnen zu Eisbergen.
Dann ist da noch ein Bild von unserer ersten gemeinsamen Schlittenfahrt. Direkt 50 m hintern Haus haben wir einen bewaldeten Berg gefunden, der so super zum Rodeln geeignet ist. Toll - und als wir gemerkt haben, dass dieser kleine Kinderlenkschlitten wirklich stabil ist, haben wir es sogar zusammen probiert zu rodeln, es war super! 2010_2_14_schlitten
Und eine Fahrt haben wir mit meiner neuen kleinen Digicam, die entgegen der Internetbewertungen super ist, aufgenommen.
Die nächsten Bilder sind von unserem Schwedischkurs, mit dem wir eine kleine Klassenfahrt zu einem gefluteten Fußballfeld gemacht haben. Es ist eine gemeinnützige Vereinigung, die uns als Kurs sogar heiße Schokolade ausgegeben hat SMILEYS_VERY_HAPPY Es war ein schöner Abend und einige von unseren Kommilitonen haben noch nie zu vor Schnee oder Eis gesehen und waren dementsprechend wahnsinnig begeistert, Schlittschuh fahren zu lernen. Einfach toll!

2010_2_06_l_sonnenuntergangDann noch ein Arbeitsbild und ein Ausblick aus unserem Stubenfenster. Ich kann nun auch endlich anfangen, richtig zu arbeiten. Bisher konnte ich mich nur auf meinen Schwedischkurs, Stricken und ‚Foto' konzentrieren. Foto haben wir jetzt schon abgeschlossen und unsere 4 ECTS-Punkte sind uns für diesen Kurs sicher SMILEYS_VERY_HAPPY 2010_2_06_b_steg
Nun hat endlich mein Hauptkurs begonnen
Die schlechte Nachricht ist, ein Mädel ist mit dabei, die ich schon vorher in unserem Klassenraum gesehen habe. Sie ist arrogant und was ich von anderen gehört habe auch intrigant ... Ich mochte sie von Anfang an nicht, aber jetzt im Kurs, ihr zu zuhören, wie sie mit den anderen Mädels redet ... arg! Und dann kommt noch der eine Junge aus Jörns Modekurs dazu. Ich kann ihn nicht ausstehen, er ist wie dieses Mädchen. Ständig braucht er Bestätigung und Aufmerksamkeit von allen Seiten. Stellt einem ständig Fragen wie, "ähm, I'm sorry. Do you know ..." So fängt er immer an ... und dann geht es nur darum, ob wir morgen wieder einen Kurs haben, ob wir das und das bis dahin fertig haben müssen, ob er das richtig gemacht hat, ob einen das gefällt, was er gemacht hat. Und schnee
dann kommt man nicht mehr weg und er erzählt einen über seine Arbeit noch einmal alles, was er aber bereits im Unterricht schon vorgestellt hat. Und wenn er eine Aufgabe erledigt hat, geht er sofort zum Dozenten und fragt "Look teacher, is this right?" Eigentlich gibt es immer Konsultationen zu vorgegebenen Zeiten, die der Dozent vorher angibt. Und hier ist es auch üblich, die Dozenten beim Vornamen anzureden ... Er nervt.

So genug ausgelassen. Ein anderes Mädel im Kurs war eigentlich in der Modegruppe eingeschrieben, macht jetzt aber den Textilkurs, sie kenne ich schon und ich mag sie. Die weiteren 3 Mädels im Kurs scheinen nett zu sein, sind aber auch schon eine eingeschworene Gruppe, weil sie von derselben Schule kommen und schon 1 Semester in Schweden studieren und unglücklicherweise kennen sie auch die Portugiesin länger. Das wird sich bestimmt nicht positiv auswirken. Ich gehe davon aus, dass ich mit ihnen eher weniger zu tun haben werde. Die Dozenten von meinen Hauptkursen hingegen scheint spitze zu sein. Etwas unsicher in ihrem Englisch, aber das bin ich ja auch. Sie hat uns eine tolle Technik beigebracht, Strukturen oder Muster zu finden, durch Collagieren. Ich bin gespannt auf meine 2. Stunden nächsten Dienstag.

Bei uns schneit es jeden Tag neu. Gerade haben sie eine Großaktion gestartet und die Schneeberge an den Straßenrändern entfernt und nun stapeln sich schon wieder neue Berge. Vor allem gibt es hier kleine Schneefahrzeuge, sondern gleich richtige Bagger, die durch die Straßen rauschen, hier werden keine halben Sachen gemacht.

Die Schweden sind auch wirklich stolz auf ihr Land, das hört man immer raus und man bekommt das Gefühl, dass dieser Stolz auch berechtigt ist. Wir haben auch den Schweden beim olympischen Skilanglauf gewinnen sehen und er hatte sich kurz vor der Ziellinie einen großen Abstand zur restlichen Gruppe erkämpft. Anstatt diesen Abstand auszunutzen, um eine Bestzeit zu machen fuhr er zur Zuschauertribüne, während des Wettkampfes, und hat sich eine schwedische Flagge von einem Zuschauer geben lassen und ist mit wehender Flagge ins Ziel geschlittert. War schon sehr ergreifend.

Das Fernsehen ist aber größtenteils nicht übersetzt, sondern nur mit Untertitel versehen. Also lernen wir hier auch gleich noch etwas Englisch, wenn wir Filme schauen. Bei den Schwedischstunden lerne ich auch Englisch. Da fällt einem erstmal auf, wie viele Wörter einem eigentlich im englischen Wortschatz fehlen.
Wieder viel erlebt und ich fühle mich so aufgekratzt, dass der Schweinehund in mir wieder viel Futter findet, um gar nicht erst anzufangen.

Jetzt, wo ich so lange immer nur passiv bei dem Modeprojekt teilnehmen konnte und immer drauf gegiert habe endlich bei einem eigenen Projekt dabei zu sein, fühle ich mich überfordert, anfangen zu müssen. Die Dozentin, die wir haben, unterrichtet auch zum ersten Mal eine Klasse. Positiv ist, man kann sehr viel Eigenes durchsetzen. Der Nachteil ist, erstmal das Eigene zu finden und sich nicht zu verrennen. Aber ich fange einfach an, werde recherchieren nebenbei und sie wird uns Techniken beibringen, Neues zu Entwicklen und mit Siebdruck umzugehen.

So, das war bis heute erstmal alles. Demnächst werden wir endlich unsere Studiengebühren bezahlen und uns beim schwedischen Amt anmelden, weil wir ja länger als 3 Monate in Schweden leben. Wenn wir auch länger als ein Jahr hier leben wollten, müssten wir sogar einen neuen Führerschein machen ... Aber das bleibt uns erspart. Puh SMILEYS_WINK

Autor: Annika


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