
Richard William Wright wurde am 28. Juli 1943 in London geboren und besuchte die feine Haberdasher Aske´s School, wo er die Grundzüge von Posaune, Saxophon, Gitarre und Klavier erlernte.
Sein Talent kristallklar verkennend überzeugte ihn sein Karriereberater davon Architektur an der Regent Street Polytecnic im Londoner Westend zu studieren. Glücklicherweise traf er hier auf Roger Waters und Nick Mason und wurde Mitglied ihrer Bands „Sigma 6" und „ The Screaming Abdabs".
Als später Syd Barret (gest.7. Juli 2006) dazustieß, war der Grundstein für eine Band gelegt, die unter den Namen „The Tea Set" und „The Pink Floyd Sound" (Syd hatte seine Katzen nach zwei Bluesmusikern Pink und Floyd genannt) ab Herbst `65 den London Underground überrollte und prägte.1967 hatte Pink Floyd den ersten lukrativen Plattenvertrag mit EMI, „Piper At The Gates Of Dawn" erschien, und die Sonne des Psychadelic Rock ging auf.
Leider hatte Syd seinen ständigen Gebrauch von LSD, Mandrax und jeder anderen damals erhältlichen Droge überhaupt nicht im Griff, und so wurde er im Januar `68 vom Rest der Band ausgebootet und durch David Gilmour ersetzt, womit sich die endgültige Besetzung von Pink Floyd herauskristallisiert hatte.
Es folgten u.a. die bahnbrechenden Alben „Ummagumma", „Atom Heart Mother" und „Meddle", und schließlich 1973 das Rekordalbum „Dark Side Of The Moon"(von 1973 bis 1988 über 740 Wochen in den amerikanischen Billboard Charts), der Platte, die eigentlich jeder Mensch mit zwei Ohren besitzen sollte. Die Texte stammten meist aus der Feder von Roger Waters, die Musik zum großen Teil von Rick Wright, vor allem das fantastische „Great Gig In The Sky", der Song von dem ich auch nach 35 Jahren noch eine Gänsehaut bekomme.
1975 erschien das nach Rick`s Meinung beste Werk von Pink Floyd „Wish You Were Here", das die Band dem Syd Barret widmete.
Mit dem wundervollen Song „Shine On You Crazy Diamond" setzte Rick ihm ein brilliantes Denkmal.
Auch in den folgenden Jahren war Rick der Mann im Hintergrund, der die Musik und den Sound von Pink Floyd entscheidend prägte, bis er 1981 von Roger Waters aus der Band gedrängt wurde.
So entstand 1983 mit „The Final Cut" das einzige Pink Floyd Album, an dem Rick nicht beteiligt war.
Erst im Jahr 2005 schaffte es der unermüdliche Bob Geldoff wieder alle Vier auf der Bühne des Londoner Live8 Konzerts zu vereinen, und wie immer stand Rick zurückhaltend und unauffällig am Rande, während David und Roger sich im Rampenlicht tummelten.
Mit Rick Wright hat uns ein genialer Musiker verlassen, der bescheiden und unauffällig die Rockmusik der letzten Jahrzehnte prägte und an den wir uns immer voller Liebe und Respekt erinnern werden.
Goodbye Rick, thanks you were here!
(m.Gerlach)
David Gilmour:
"No one can replace Richard Wright. He was my musical partner and my friend. In the welter of arguments about who or what was Pink Floyd, Rick's enormous input was frequently forgotten. He was gentle, unassuming and private but his soulful voice and playing were vital, magical components of our most recognised Pink Floyd sound. I have never played with anyone quite like him. The blend of his and my voices and our musical telepathy reached their first major flowering in 1971 on 'Echoes'. In my view all the greatest PF moments are the ones where he is in full flow. After all, without 'Us and Them' and 'The Great Gig In The Sky', both of which he wrote, what would 'The Dark Side Of The Moon' have been? Without his quiet touch the Album 'Wish You Were Here' would not quite have worked. In our middle years, for many reasons he lost his way for a while, but in the early Nineties, with 'The Division Bell', his vitality, spark and humour returned to him and then the audience reaction to his appearances on my tour in 2006 was hugely uplifting and it's a mark of his modesty that those standing ovations came as a huge surprise to him, (though not to the rest of us). Like Rick, I don't find it easy to express my feelings in words, but I loved him and will miss him enormously."
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