Donnerstag, März 11, 2010
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Willkommen bei den Sch'tis

Können sich 20 Millionen Franzosen irren?

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Genre: Komödie
Willkommen bei den Sch'tis
Kinostart: 30.10.2008

Natürlich könnten sich 20 Millionen Franzosen irren. Aber wenn jeder dritte Gallier einen südfranzösischen Postamtsdirektor von einem nordfranzösischen Postfahrrad fallen sehen will, dann muss der Film „Willkommen bei den Schti´s„ wirklich etwas Besonderes sein. Hollywood plant bereits eine US-Version mit Will Smith.

Das Besondere sind natürlich die Schti´s und ihre Heimat im hohen französischen Norden. Die Schti´s gibt es tatsächlich, sie leben in der Provinz „Nord-Pas-de-Calais" und sie unterhalten sich in der Mundart Chtimi, die ihnen zu ihrem Spitznamen und ihrem Ansehen in Frankreich als ungehobelte Barbaren verholfen hat.

Ausgerechnet in diese Heimat der Rohlinge und des Nieselregens wird der Postamtsdirektor Philippe (Kad Merad) versetzt, der eigentlich seiner Frau ( Zoé Félix) zuliebe an die Cote d´Azur wechseln wollte, aber bei seiner Bewerbung den unverzeihlichen Fehler beging, sich beim Schummeln erwischen zu lassen.

So tritt Philippe denn seinen Strafdienst im rauen Norden mit Daunenjacke statt mit Frau und Kind an, die sich am Nordpol nicht die Zehen abfrieren wollen. (So ähnlich mag sich mancher Beamte gefühlt haben, der 1990 von München nach Bitterfeld wechselte.) Tatsächlich wird er von einem Wolkenbruch empfangen und hat anfangs auch große Verständigungsprobleme mit den Schti´s, vor allem mit dem Postboten Antoine.

Dieser wird hervorragend gespielt vom Regisseur des Films, Daniel Boon, der selbst in Nord-Pas-de-Calais aufgewachsen ist, und bereits kabarettistische Erfolge im Land der Schti´s erzielt hat.

Wie es sich jedoch für eine gute Komödie gehört, so ist auch in „Willkommen bei den Sch´tis" längst nicht alles so, wie die lange gehegten Vorurteile es weismachen wollen, und es entwickelt sich ein herrlicher Gute-Laune-Film, voller feiner Pointen und krachendem Slapstick.

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Erstaunlicherweise ist es dem deutschen Synchronteam sogar gelungen eine dem Schti entsprechende Sprache zu erfinden, in etwa Sächsisch mit Sprachfehlern, was sicher keine kleine Hürde war. So ist „Willkommen bei den Schti´s" eine herrliche Filmkomödie allererster Kajüte geworden, die man jedem empfehlen kann, der mal wieder richtig herzhaft lachen möchte.

Merschi vielmolsch für einen erschtkloschig luschtigen Kinoabend!

M.Gerlach

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Webseite: www.willkommen-bei-den-schtis.dewillkommen-bei-den-sch_tis_fahrrad

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