Verblendung Thriller aus Schwedenstahl
Der Journalist Mikael Blomkvist hat nicht gerade eine Glückssträhne: Weil er auf gefälschte Unterlagen hereingefallen ist, hat er einen aufsehenerregende n Verleumdungsprozess verloren. Der Ruf seiner Zeitschrift „Millenium" ist angekratzt, sein eigener ruiniert. Obendrein kostet ihn das Ganze ein Vermögen, und in einem halben Jahr muss er auch für ein paar Monate hinter die berühmten schwedischen Gardinen.
Da kommt aus heiterem Himmel ein Traumangebot: Er soll für den Großindustriellen Henrik Vanger ein 40 Jahre altes Schwedenrätsel lösen. Damals verschwand Vanger´s geliebte kleine Nichte Harriet spurlos, die Leiche tauchte nie auf. Das Angebot ist zu interessant und zu gut bezahlt, als dass Mikael ablehnen könnte.
Seine Recherchen führen ihn bald in die dunklen Abgründeder Vanger Dynastie, in deren Kellern so manche Leiche begraben liegt.(Poster xxl)Willkommene Unterstützung erhält er dabei von der ebenso genialen wie undurchschaubaren Hackerin Lisbeth Salander, die ihn vorher im Auftrag Vangers ausgespäht hat. -----
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Die Beiden bilden ein schlagkräftiges Ermittlungsteam, das nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart der Vangers auf entsetzliche Geheimnisse stößt. So ist es kein Wunder, dass die beiden Ermittler zunehmend selbst in Gefahr geraten.
Viel zu früh, im zarten Mannesalter von 50 Jahren, ereilte den Autor Stieg Larsson der Herzinfarkt. So wurde aus den geplanten 10 Bänden eine Trilogie, und diese drei Bücher haben allein in Deutschland 3,7 Millionen Käufer gefunden. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr.
Larssons Thriller können es an Spannung locker mit den besten Mankell Storys aufnehmen. Wie oft sind Filme schon an so hohen Vorgaben gescheitert, doch „Verblendung" nimmt die Hürde locker. Das liegt zum einen an den überaus fähigen Autoren, denen es gelungen ist aus einem 700 Seiten Wälzer ein brauchbares Drehbuch zu destillieren, zum anderen am Regisseur Niels Arden Oplev, der die Spannung mühelos in packende Bilder packt. Vor allem aber ist es dem Film gelungen, die komplexe und faszinierende Figur der Lisbeth Salander in fabelhafter Weise umzusetzen. Noomi Rapace (sprich:Rapahs) verkörpert die zugleich starke und zerbrochene Lisbeth Salander voll wütender Kraft und gleichzeitig so eiskalter Ausstrahlung, dass man Gänsehaut bekommt. Je mehr sie zur Hauptfigur wird, umso faszinierender wird der Film. „Verblendung" ist die gelungene Verfilmung eines Thrillers, der ohne Blut- und Fleischlawinen auskommt, aber doch verdammt unter die Haut gehen kann, vor allem die Vergewaltigungsszenen sind nichts für sensible Gemüter.
    5 Sterne MichaG
Originaltitel: Män som hatar kvinnor (Männer, die Frauen hassen) Regie: Niels Arden Oplev Produzent: Sören Staermose Drehbuch: Nikolaj Arcel, Rasmus Heisterberg Kamera: Eric Kress Schnitt: Anne Österud Musik: Jacob Groth
Filmverleih:NFP NEUE Film Produktion
Produktionsland: Schweden, Dänemark, Deutschland Produktionsjahr: 2009 FSK: ab 16 / 153 Min. | Darsteller: Michael Nyqvist als Mikael Blomkvist Noomi Rapace als Lisbeth Salander Sven-Bertil Taube als Henrik Vanger
Peter Andersson als Vormund Nils Bjurman Peter Haber als Martin Vanger Marika Lagercrantz als Cecilia Vanger Lena Endre als Erika Berger
Ingvar Hirdwall als Dirch Frode Gösta Bredefeldt als Harald Vanger Tomas Köhler als Plague
Michalis Koutsogiannakis als Dragan Armanskij
| Achtung! Dieses Buch macht süchtig:
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