Genre: Action/ Frankreich 2008
Film: Transporter 3
Kinostart: 08.01.2009
Schauspieler:Jason Statham
Natalya Rudakova, Francois Berléand, Robert Knepper
Regie: Olivier Megaton
Kamera: Giovanni Fiore Coltellacci
Nun, den Preis für den einfallsreichsten Titel hat Transporter 3 knapp verfehlt, aber das erwartet wohl auch niemand von einem „Transporter" Film.
Was man erwarten darf, sind ein cooler Hauptdarsteller und originelle Autojagden, zusammen mit ein paar Kampfszenen eingebunden in eine Story über, die man besser keine Sekunde nachdenkt. Die „Transporter" Streifen werden auch nicht zum Nachdenken gedreht, sondern zum Abschalten nach dem anstrengenden Samstagnachmittag-Shopping und zur Präsentation das aktuellen Audi A8, und diesen Zweck erfüllen sie perfekt.
Auch diesmal spielt Jason Statham den endcoolen Kurierfahrer Frank Martin, dessen einziger Wunsch mit einer Pistole an seinem Kopf ist, dass er mit seinem eigenen Wagen fahren darf. Und als ihm der ebenso coole Schurke Johnson (Robert Knepper) diesen Wunsch erfüllt, wissen wir, dass alles gut werden wird.
So übernimmt der zweitschönste Kurierfahrer nach Doug Heffernan also gezwungenermaßen einen neuen Auftrag, der, Surprise, Surprise(!)
- im Transport einer schönen Shoppinggöre besteht.
Wer damit nicht gerechnet hat, der ist auch noch überrascht, wenn an einem holländischen Diesel-Daimler ein Wohnwagen hängt.
Das frivole Mädchen, wird durchaus attraktiv von der russischen Sommersprosse Natalya Rudakova verkörpert. Um allerdings aufkeimende Illusionen für Kerle gleich auszubremsen: Von Jason Stathams perfektem Körper ist wesentlich mehr zu sehen als von Frau Rudakovas Body.

Der Produzent Luc Benson hat Frau Rudakovas gerade wegen ihrer spärlichen Schauspielkunst ausgewählt. Das schadet dem Film allerdings nicht im geringsten, sie ist sommersprossig genug, damit sich Frank Martin nach eisernster Zurückhaltung dann doch in sie verlieben - muss.
Und ansonsten interessiert doch nur die Action. Diese ist wie üblich perfekt inszeniert. Jason kann sich wunderbar austoben. Wobei mir bei den Kampfszenen ein bisschen der Pfiff fehlt. Die Verfolgungsjagden sind da im Tempo und Spannung schon wesentlich origineller. Sogar mit einem BMX-Rad ist Frank Martin unterwegs, und das ist schneller als sein getunter Audi. Der Höhepunkt ist natürlich die Verfolgungsjagd neben, auf und in(!) einem Zug, das ist echt neu - genauso, wie das Happy End zu dritt.
Insgesamt ein unterhaltsamer Actionfilm, der keine Langeweile aufkommen lässt und über ein paar originelle Einfälle verfügt. Nachdenken verboten, Schweißausbrüche erlaubt, Pärchengeeignet!
(m.gerlach)
| < Zurück | Weiter > |
|---|