Schauspieler:
Keanu Reeves: Außerirdischer
Jennifer Connelly: Wissenschaftlerin/Biologin
Kathy Bates: Stellvertretende der USA
Jaden Smith: nervendes Kind
Außer der Biologin (Jennifer Connelly) begreift der Rest nicht sofort, worum es geht. Die Aussage des Films ist: Die Erde gehört nicht Euch!
Allein dieser Satz macht den Film schon sehenswert. Gewöhnlich hört man ja von den Nahostweisheiten: Machet die Erde euch untertan. Dass diese Einstellung die Erde auf Dauer zur Wüste macht ist nun dank Klimakatastrophe endlich erkennbar. Und so weht nun ein neuer Wind. Fast schon indianisch oder naturreligiös. Die Menschheit bekommt die Erde mit diesem Film nur leihweise zur Verfügung. So gesehen also völlig unamerikanisch. Das macht den Film noch nicht gut, aber wenigstens wird einem nicht übel.
Fast ärgerlich ist aber, dass sich am Ende des Films nichts wirklich geändert hat. Es scheint alles so weiterzugehen wie bisher. Dieses frustrierende Gefühl lässt einem nach dem Film die Frage stellen: Nur, um die Aussage zu hören ‚die Erde gehört uns nicht‘ wird dieser ganze Film gedreht? Man hat den Film eben drehen wollen und weiterführende Gedanken bringen kaum mehr Umsatz.
Von dieser Flachheit abgesehen sollte man leider zusätzlich auch keine außergewöhnliche Spannung erwarten. Und die Spezialeffekte sind eher auch nicht sehenswert. Z. B. das leuchtende kugelrunde Raumschiff mit der Oberfläche eines organischen Lebewesens versetzt niemanden mehr ins Staunen, wo schon in jeder fünften Werbesendung etwas rumleuchtet. Witzig dagegen ist die Darstellung des Militärs, mit Panzern aus dem letzten Jahrhundert, die später auch mal ballern dürfen. Dann plötzlich ein erster Schuß. Dumm nur, dass der gleich den Außerirdischen trifft.... Dann kommt leider eine Standard-Krankenhausszene.
Man hat sich dagegen Mühe gegeben den Film politisch korrekt aufzufüllen durch einen Quotenschwarzen. Gemeint ist das nervende farbige ca 7 Jahre alte Adoptivkind der alleinstehenden weißen und erfolgreichen Biologiewissenschaftlerin. Man stelle sich nur mal vor, wie sie von einem 11 Stundentag abends nach Hause kommt und mit ihrem Adoptivschwarzen niedliche wissenschaftliche Gespräche führt. Herzzerreißend so was. So eine Gutmenschenfantasie würgt einem dann doch die Spucke weg. Und trotzdem hat dieses vernachlässigte Haustier und Wunderkind mit hübschen Rastalöckelchen sogar ein paar schlaue Sprüche zu bieten. Da ist er wieder, der amerikanische Traum.
Interessant ist dagegen noch die Science Fiction. Der Außerirdische entpuppt sich im wörtlichen Sinne nach seiner langen Weltraumreise aus einem larvenähnlichen Schleimwesen zum Menschen. Das wäre ja noch mal eine Möglichkeit, den Weltraum als unterkühlte Larve zu durchfliegen.
Die zweite mögliche Fiktion sind die Insektenroboter: Das sind fliegende Miniheuschrecken mit Hunger auf Eisen. Das trifft ganz den wissenschaftlichen und militärischen Zeitgeist, den Sondermüll der Zukunft, den Nanoroboter. Unrealistisch war leider, dass die Insekten sich auch noch selber produzieren können, was dann doch noch an die Märchenkultur von 1001 Nacht erinnert.
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