
Genre: Komödie |
Ein Schwur von ewiger Freundschaft- so fing doch schon mal eine deutsche Filmkomödie an. Und wie Bully Herbig hat auch Mario Barth das Drehbuch zu seinem Film geschrieben und mehrere Rollen in seinem Film gespielt. Hier enden die Parallelen aber auch schon, denn dieser Vergleich ist für Männersache eindeutig ein paar Schuhnummern zu groß. Die Menge an Gags und Pointen, die Mario Barth und Dieter Tappert (alias Paul Panzer) für ihr Filmchen einfielen, hätten Bully Herbig gerade für einen zehnminütigen Kurzfilm gereicht. Das ist um so enttäuschender, wenn man die beiden von der Bühne her kennt und so miterlebt hat, wie sie jeder ihr Publikum mühelos anderthalb Stunden auf das witzigste unterhalten können. So beschlich mich das Gefühl, dass die beiden wohl ihre besten Gags lieber für ihre Bühnenprogramme aufgespart haben.
Handwerklich ist der Film solide gemacht, dankenswerter Weise ist die Story schlicht und ergreifend gehalten, ohne den verzweifelten Drang zu hanebüchenen Verdrehungen und Verwechslungen, die so manche deutsche Komödie der Vergangenheit so unerträglich machten. (Ich sage nur Didi Hallervorden, oder Erkan & Stefan).
Auch die Schauspieler liefern gute Arbeit ab, sehr schön Uwe Ochsenknecht als spießiger Klugscheisser, Jürgen Vogel als debiler Berliner Kneipenwirt („Dit stimmt au wieder") ist der absolute Höhepunkt, und auch Barth und Tappert haben ihre Qualitäten, solange sie sich selbst spielen. Als russischer Gangster ist Barth allerdings so überzeugend wie eine Blindschleiche auf Stelzen, die Fury darstellen will.
Insgesamt ist Männersache ein Streifen, der zwar nicht langweilt, der für eine gute Komödie aber deutlich zu wenig Gags bringt und daher doch enttäuscht. Empfehlenswert nur für den eisernen Mario Barth- Fan, der seine Freundin ( wenn er noch eine hat) besser zu Hause lässt. Zwei Sterne
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