Freitag, Mai 18, 2012
Kurzer Prozess


Kurzer Prozess - Righteous Kill

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Genre:
Thriller im NY Police Department
Kinostart: 01.01.2009
Film: Kurzer Prozess (USA Righteous Kill)


Schauspieler:
Robert De Niro, Al Pacino

Regie: Jon Avnet / Drehbuch: Russell Gewirtz

Am Anfang stand die Idee von John Avnet (Regie), die beiden herausragenden Paten des US-Krimis in einem Film zusammen spielen zu lassen. Robert de Niro(65) und Al Pacino(68) fanden die Idee auch gut.
Leider reichen zwei Stars und eine Idee nicht für einen guten Film.
Die beiden New Yorker Cops Turk (De Niro) und Rooster (Pacino) sind seit über drei Jahrzehnten im Dienst. Wobei sie immer noch ihr Schiess- und Fitnesstraining absolvieren wie Dirty Harry in seinen besten Zeiten, einen coolen Spruch nach dem anderen ablassen und natürlich unzertrennliche Partner sind.
Turk hat eine heftige Affaire mit einer mehr als heißen Kollegin (Carla Gugino), um die dreißig.
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Roosters Privatleben dagegen spielt sich nur vor seinem ebenso alten Kühlschrank ab. So könnte die Pensionierung kommen, man geht auch schon mal Schach spielen im Central Park oder zum Softball mit der Enkelin, aber da taucht dieser Serienmörder auf, der 14 Männer umbringt, allesamt miese Typen, die trotz ihrer Verbrechen noch auf freiem Fuß sind, da natürlich die amerikanische Justiz mal wieder versagt.
Weil die Ermittlung nicht schnell genug voran geht, bekommen Turk und Rooster von ihrem Chef Hingis (Brian Dennehy) noch die beiden Youngster Riley (Donnie Wahlberg) und Perez (John Leguizamo) zur Seite gestellt.
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Es erhebt sich der Verdacht, dass der Killer ein Polizist ist, und dieser Verdacht konzentriert sich immer mehr auf Turk, der zu jedem der Opfer irgendeine Art von Verbindung hatte. Damit das Ganze noch etwas spannend wird, werden zwischendurch ein paar falsche Fährten ausgelegt, aber es muss natürlich am Ende zum unvermeidlichen Showdown zwischen Turk und Rooster kommen, der ungefähr so spannend, wie eine Viertelstunde Dressurreiten mit Liselott Linsenhoff ist.
kurzer-prozess_03Wie nicht anders zu erwarten spielen De Niro und Pacino ihre Rollen absolut souverän und routiniert, jeder Mundwinkel, jede kleine Falte erzählt von dreißig Polizeidienstjahren in New York, ihre wahre Klasse können sie in diesem vorhersehbaren Streifen aber nicht zeigen, zu cool lässt Jon Avnet sie agieren.Und dann ist da ja auch noch das unsägliche Drehbuch, dessen Stoff (von Ideen mag ich bei dieser Ansammlung von Klischees nicht sprechen) gerade mal für eine durchschnittliche CSI-Folge gereicht hätte, und das trotz aller angestrengten Twists weder Spannung noch Raffinesse hat. So hat die Regie,das Kunststück fertiggebracht, mit zwei der fähigsten Schauspielern unserer Zeit einen ziemlich unfähigen Film zu machen. Was für eine Verschwendung von Zeit und Talent, und was für eine Enttäuschung für uns! Ein Film, der nur ganz eingefleischten De Niro und Pacino Fans gut gefallen wird. (Micha G.)
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