Freitag, Mai 18, 2012
LeseRatten gastblogger Depression und Mutterglück
Tipps von Desireecaterpillar_550px
Caterpillar heißt Raupe und Butterfly vielleicht Butterfliege. Jedenfalls ... manch ein Regen macht uns kopflose Schmetterlinge wieder zu einer Art Raupe, eingewickelt in wasserdichtem Brotpapier, ummäntelt in Anoraks oder in Jacketts darunter fette Wollüberzieher. So sieht's aus ... Von oben strömt der platzende Nieselregen und deshalb zur Einstimmung nun gleich ein Tip von Désirée und darunter die Titel mit ihren aktuellen Texten (als RSS eingebunden):





So ... und jetzt der ältere Einstiegsartikel:
Und passend zur Jahreszeit finde ich auf dem Blog caterpillar goes butterfly gleich den Hinweis auf Halloween - Samhain, Allerheiligen, Allerseelen. Es ist die Zeit des Winteranfangs, überliefert als keltisches Fest, die Seelenzeit. Hier stürmen die Kräfte mit den verstorbenen Seelen durch die Lüfte. Geister und Erinnerungen steigen als Grimassen empor und man weiß nicht, ob man sich fürchten oder freuen soll.
Im deutschsprachigen Raum kennen wir die Frau Holle, zu der die an Alter und Krankheit Gestorbenen gelangen. In dieser Zeit sehen wir uns vor riesigen Problemen, die Jugend verlässt uns und wir fürchten, der Himmel stürzt bald auf unsere Schuhe. Was ja so unwahrscheinlich nicht ist, wenn man bedenkt, dass in der Eifel alle 8 tausend Jahre ein Vulkan ausbricht und wir nun bereits im 10 tausendsten Jahr sind. Im Keltischen gibt es noch einige andere Sichtweisen, und die Grenzen zwischen dem Diesseits und Jenseits verschwinden für einige Tage. Dem sollten wir uns hingeben, sonst überrascht es uns j e t z t als Gänsehaut im Nacken. Schweigen

Zum Allerseelen-Tag gehören auch die Laternenumzüge samt Martinstag. Wir erinnern uns:
"Laterne, Laterne
Sonne Mond und Sterne,
//:Brenne auf mein Licht://
Aber nur meine liebe Laterne nicht"
Oder:
Ich geh mit meiner Laterne
Und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne
Und unten, da leuchten wir.Lächeln
Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus
Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
Der Hahn, der kräht, die Katz miaut,
Rabimmel, Rabammel Rabumm."

Es ist also kein Zufall, dass jemand mit der Fähigkeit sich zu Fürchten, an Samhain erinnert.
Aber nun zum Mutterglück:
" "Ich bruch dir no Mami! Darfsch nit go!” (”Ich brauch’ dir noch Mama! Du darfst nicht gehen!”)."
Ein weiterer schöner Tipp von Desiree ist der Hinweis auf das Blog beautifulvenditti Die Autorin "Tamar" beschreibt ihre familiäre Wirklichkeit:
(Zitate in Auszügen)
Wenn die Mama Hilfe braucht:
" ... Und natürlich ist es auch gut, dass man dies in der lokalen Tageszeitung thematisiert, dass Psychologinnen für das Thema sensibilisieren wollen. Doch die Ratschläge, die sie erteilen, haben etwa so viel mit der Realität zu tun wie die Mär von der stets glücklichen Mutter, nämlich gar nichts. Wenn eine Mutter drei Wochen lang an Erschöpfung, Angst, Zwang oder Depression leide, solle sie Hilfe in Anspruch nehmen, liest man da. Tönt einfach? Natürlich. Aber man zeige mir mal die Mutter eines Neugeborenen, die Zeit hat, darüber nachzudenken, ob sie jetzt eher erschöpft sei, unter Zwängen leide oder ob sie vielleicht depressiv sei. Die Frau, die in den ersten Monaten mit dem Baby überhaupt dazu kommt, sich über ihr Innenleben tiefschürfende Gedanken zu machen, die Zeit hat, zu analysieren, was da gerade passiert mit ihr, diese Frau gibt es nicht.
Nun ja, vielleicht übertreibe ich. Es mag einzelne Frauen geben, die eine Mutter oder Schwiegermutter haben, die ihnen alle Lasten abnimmt, aber das schafft ja meistens neue Probleme. Und so erkennen die meisten Frauen wohl erst rückblickend, dass da nicht alles eitel Sonnenschein war in den ersten Monaten mit dem Kind. Und sie werden sich Vorwürfe machen, dass sie so viel geweint haben, dass sie die Zeit mit dem Baby nicht genossen haben, dass sie nicht so glücklich waren wie die Frau im Pampers-Werbespot. So sind wir Mütter eben. ..."
Quelle/Autor

Dagegen steht dieser Artikel und alles passt in einen Kopf. Man(n) bemerke es ist dieselbe Autorin :

Happy Birthday, mein Prinzchen!

" ....

Das Prinzchen ist die grösste Überraschung, die uns in unserem Leben geschenkt wurde. Ein perfekter kleiner Mensch, der uns alle im Sturm erobert hat, der uns gezeigt hat, dass ein Kind nie falsch ist, auch dann nicht, wenn es zu einem schwierigen Zeitpunkt geboren wurde. Der uns gezeigt hat, dass man Vieles schaffen kann, wenn man den Mut hat, zu seinen Schwächen zu stehen, Hilfe anzunehmen und sich trotz aller Widrigkeiten zu freuen an dem neuen Leben. Und deshalb ist heute ein ganz besonderer erster Geburtstag. Wir sind so dankbar, dass du zu uns gehörst, kleiner Prinz!" Quelle/Autor

Nochmal für Männer, die noch keine Frauen haben mit Kindern: Dieses sind gegensätzliche Gefühlsäußerungen, mit denen ein Mann klar kommen muss. Ich meine "klar kommen" im Sinne von annehmen, oder wenigstens ertragen. Ja, was es alles so gibt und das scheint ganz normal zu sein.

Die Stärke von Desirees Blog "caterpillar goes butterfly" ist ihr Blick, auf Blumen im Nebel, die in dieser Jahreszeit, manch' Menschilein/in helfen werden.

Doch eine Sorge treibt mich trotzdem um: Ihr Hang zur Psychologie. Während allein ihre Links darauf hinweisen, was Wirklichkeit ist, scheint sie mit sich selbst eher den Versuch zu starten durch Psychologie, die Welt flauschig machen zu wollen. Ob die Psychologie wirklich zur Seelsorge fähig ist? Für jemanden, der mich als Biomaschine betrachtet, bin ich bereits verrückt, sobald und wie ich diesen Artikel schreibe. Ein Wort wie Seelsorge, versteht ein Psychologe zu 99.99 Prozent schon mal gar nicht. Ich behaupte, das Hilfreiche an einem Gespräch mit einem Psychologen wird das Gespräch sein und wer darüber hinaus mehr erwartet, sollte wenigstens eine Lebensversicherung abschließen. Fliegen können ist eben eine Kunst. Die wenigsten Regentropfen landen auf einer Nasenspitze.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein angenehmes Fürchten beim gemütlichen Plaudern und Keckse fressen zu Halloween.

Ach noch etwas: Die Frucht zum Fest ist die Haselnuss. Wir erinnern uns: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Über den Haselnussstrauch spricht die verstorbene Mutter zu Aschenbrödel. Ging es nicht darum, sich etwas zu wünschen? Ich sag's nur ... Sylvester wird es zu spät sein ...