<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
	<channel>
		<title>Depression und Mutterglück</title>
		<description>Diskussion Depression und Mutterglück</description>
		<link>http://balbi.de/gastblogger/depression-und-mutterglueck.html</link>
		<lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 23:59:56 +0100</lastBuildDate>
		<generator>JComments</generator>
		<atom:link href="http://balbi.de/feed/com_content/283/Page-1.html" rel="self" type="application/rss+xml" />
		<item>
			<title>Seelsorge u. a.</title>
			<link>http://balbi.de/gastblogger/depression-und-mutterglueck.html#comment-34</link>
			<description><![CDATA[Die Psychologie ist ja im Grunde die Wissenschaft über die dunkle Seite der Seele. Und für viele kann das Gespräch mit einem Profi heilsam sein. Dann gibt es den Begriff Seelsorge, der leider durch gewisse ‚Einrichtungen‘ vereinnahmt ist. Meine Sicht auf den Menschen und die Sorge darum ist für viele Menschen sicher verunsichernd und deshalb gefällt mir obige versteckte Kritik an der Psychologie jetzt nicht mehr. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich meinen folgenden Kommentar nicht besser lassen sollte.
Trotzdem gibt es eben auch Menschen, für die die Psychologie schwer Antworten geben kann, und sie eher einen Scherbenhaufen produziert. Es sind Umherirrende, für die manche Fragen von wichtigem Wert sind. Weder Psychologie noch Religion kann ihnen helfen. Z. B. woher kommt mein Gedanke und wo in der Gehirnzelle ist denn nun das, was denkt. Für Menschen mit ‚echten‘ Problemen ist das unwichtig. Aber für andere ist es entscheidend, ob sie jetzt ‚frei‘ im Denken sind oder nur eine Abfolge mechanischer Erfahrungen. Die einzelne Gehirnzelle hat nichts, was denken könnte, trotzdem kann sie Strom stoppen, weitergeben oder verstärken. Irgendetwas würfelt in uns oder auch nicht. Es ist ein Kippbild. Solche Menschen interessieren sich dafür, ob sie sich für etwas entscheiden können, oder ob diese Entscheidung nur Einbildung ist. Es ist das Problem der Freiheit. Und wenn es sie gibt, was macht man daraus? Wenn man solchen Leuten sagt, sie hätten ein Problem, dann geht es an ihren Fähigkeiten vorbei. Die Erfahrungen, die solche Leute machen, werden sie nicht aufhalten können.
Und da erinnere ich mich an ein Gedicht von Goethe, ich weiß nicht genau welches, der darin beschreibt, dass man, beim Untersuchen einer Blume, wie sie lebt, sie letztlich nur zerschneidet und nichts finden kann, was das Leben ausmacht.
Psychologen können sicher hilfreich sein, wenn es darum geht, Personen über ihren Horizont hinaus schauen zu lassen, oder interne Zusammenhänge zu verstehen. Man kann fit für die Gesellschaft werden. Aber sie betrachtet in meinen Augen Teilbereiche und es geht ihr sehr schnell die Bedeutung verloren. Als würde sie ein Uhrwerk auseinandernehm en, die einzelnen Zahnräder beschreiben, fragen, ob man ein Zahnrad auswechseln oder durch eine andere Technik ersetzen kann. Sie kann aus einer Taschenuhr, eine Taschenlampe bauen. Aber die Bedeutung der Uhr das ‚Zeigen von Zeit‘ ist für sie nicht von großem Interesse. Und so wird die umgebaute Taschenuhr in einem Lampenladen als Taschenlampe liegen und immer noch ‚nur‘ die Zeit anzeigen. ‚Des Pudels Kern‘ hat sich dann nicht verändert. Die Psychologie und die Psychiatrie müssen sich sehr kritische Fragen gefallen lassen. Z. B. was die Erfolgsbilanz angeht, die Medikamentenabh ängigkeit, sinnloser Aufbruch sozialer Strukturen, Entsolidarisier ung von Mann und Frau, etliche Modekrankheiten , die ich hier ausdrücklich nicht nennen will. Die Psychologie hat sich auch politisch funktionalisier en lassen. Sie ist mit ihrem Kometenschauer an Sticheleien und abwertenden Fachbegriffen mit an der sozialen Kälte der letzten 40 Jahre verantwortlich. In Ost wie in West. Sie hat sich selbst als moralische Institution erhoben, ohne sich vor irgendwas rechtfertigen oder erklären zu müssen. Ich denke an die Schulpsychologe n, die ich kennengelernt habe und deren negative Werturteile für die betroffenen Schüler vernichtend war. Oder betrachten wir die Zeitschriften der Psychologie. Wer da nicht zum Therapiejunkie wird, muss schon eine starke Persönlichkeit haben. Man muss sich nur einige Fachbegriffe durchlesen und schon bekommt man unwillkürlich den Wunsch sich von seinem Dealer komplett durchchecken und therapieren zu lassen. Lauter zuckersüße Krankheiten, aufgereiht in einem bunten Regal, bei denen es gewiss besser wäre, wenn man sie nicht hätte. Das ist schon unlauterer Wettbewerb, wegen unerreichbarer Heilsverspreche n. Psychologie ist ein Medikament mit ansteckenden Nebenwirkungen.
Das Wesen eines Menschen könnte man als Fußabdruck im Sand bezeichnen, als das, was es bewirkt hat. Ein Computer kann kein Sinn im Text erfassen und die Psychologie kann meiner Meinung nach das wesentliche einer Person nicht erkennen.
Technisches: Leider hat das Kommentarsystem noch keine Funktion, womit man automatisch benachrichtigt werden kann, wenn jemand einen Kommentar hinfügt. Deswegen denke ich, wer hier noch weiter diskutieren möchte darf auch ein Forum vorschlagen, wo es passende Themen und eine bessere Technik dazu gibt usw.]]></description>
			<dc:creator>Gast</dc:creator>
			<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 11:54:21 +0100</pubDate>
			<guid>http://balbi.de/gastblogger/depression-und-mutterglueck.html#comment-34</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Danke</title>
			<link>http://balbi.de/gastblogger/depression-und-mutterglueck.html#comment-33</link>
			<description><![CDATA[Vielen Dank für die Erwähnung! Ich freue mich bei euch ein kleines Plätzchen einnehmen zu dürfen!
Zur Psychologie: Ja, ich habe einen Hang dazu - und sehe nix schlimmes bei. Ich suche bei meiner Therapeutin Hilfe zur Selbsthilfe. Möglichkeiten mit Alltäglichem und Nicht-Alltäglichem anders/besser umgehen zu können. Keine vorgekauten sondern solche die zu mir passen und mir liegen. Verstellen will ich mich nicht /mehr).
Und Seelsorge erwarte ich von Anderen schon gar nicht! ;)
Was verstehst du überhaupt unter Seelsorge?]]></description>
			<dc:creator>Gast</dc:creator>
			<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 16:26:52 +0100</pubDate>
			<guid>http://balbi.de/gastblogger/depression-und-mutterglueck.html#comment-33</guid>
		</item>
		<item>
			<title>Ergänzung</title>
			<link>http://balbi.de/gastblogger/depression-und-mutterglueck.html#comment-32</link>
			<description><![CDATA[Ich bin Autorin der oben zitierten Auszüge. Erst beim Lesen in diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass man meine Aussagen auch als Gegensätze sehen kann. Denn in meinem Kopf ist alles ganz klar: Muttersein, Vatersein ist das Grösste, was es auf dieser Welt gibt. Was mich und viele andere Frauen in die Depression treibt oder trieb, sind die noch immer völlig kranke Rollenteilung, die überrissenen Erwartungen, die man an Mütter hat, die Hürden, die man einem in den Weg stellt, wenn man nicht ausschliesslich Mutter, sondern auch eine Frau mit anderen Talenten sein will.
Noch zu der Sache mit der Seelsorge: Die besten Erfahrungen habe ich gemacht mit einer Kombination. Psychiater, die auch die Seelsorge ernst nehmen, sind hier wirklich hilfreich.]]></description>
			<dc:creator>Gast</dc:creator>
			<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 11:22:04 +0100</pubDate>
			<guid>http://balbi.de/gastblogger/depression-und-mutterglueck.html#comment-32</guid>
		</item>
	</channel>
</rss>
