„Ich bin Autodidakt, habe aber viele Ideen und Techniken von meinem Kunstlehrer in der Schule mitbekommen“, sagt er über sich selbst. Manchmal malt Balbi Bilder, die zu den Ausstellungen des Ikonenmuseums passen und die Farbgebung einer Ikone aufnehmen. Sein jüngstes Projekt aber soll Patienten in 40 Arztpraxen helfen. Denn Balbi ist überzeugt: Mit meditativ gemalter Kunst, die die Sinne mit Mustern und Farben anregt, kann man kranke Menschen beruhigen und zumindest ein Stück weit von ihrem Leid ablenken. Das sorgt für Entspannung.„Ich stelle meine Malereien per Leihvertrag für ein Jahr zur Verfügung, damit sie in die Wartezimmer von Arztpraxen gehängt werden können“, erklärt Antonio Balbi seine Idee. Mit diesem Vertrag gehe der Arzt keinerlei weitere Verpflichtungen ein. Wenn er selbst oder ein Patient ernsthaftes Interesse zeigen, könne später über einen Verkauf verhandelt werden.
Den Großteil seiner Bilder will Balbi aber einer Stiftung oder Kunstvereinigung verkaufen und den Erlös davon an die Deutsche Krebshilfe spenden. Der Krebs war es auch, der den Künstler in seiner eigenen Familie erstmals auf die Idee brachte, seine Bilder therapeutisch einzusetzen. Zumal er selbst auch schon von dieser Krankheit betroffen war. „Vor einigen Jahren erkrankte zunächst meine Mutter an Krebs und wusste schließlich, dass sie bald sterben würde“, erinnert sich Balbi. Immer mehr habe seine Mutter an schweren Schmerzen zu leiden gehabt, aber auch an Gedanken an den nahen Tod. Leiden, gegen die ärztliche Behandlungen und Medikamente nur sehr unzureichend helfen konnten.

„Dann aber gelang es mir, meine Mutter für meine Malerei zu interessieren und ein Stück weit für meine Bilder zu faszinieren“, erklärt Balbi weiter. „Sie hat sich auf die Bilder konzentriert, nahm ihre Schmerzen und ihr Leid weniger wahr. Und das hat ihr letztlich geholfen.“ Worin aber kann die therapeutische Wirkung von Bildern bestehen? Offenbar nicht in üppig blühenden Blumenlandschaften. Denn Blumenmuster sind in Balbis Bildern höchstens ansatzweise zu erkennen. Tatsächlich setzt Antonio Balbi auf bestimmte Effekte der abstrakten Malerei. Etwa auf Linien, Felder und Muster, die bei längerem Hinschauen ein Eigenleben entwickeln können. Und natürlich auf das Wechselspiel der Farben: Mit einem hoffnungsvollen Grün oder einem Blau, das mit goldenen Einsprengseln ein Gefühl von Sehnsucht und Tiefe erzeugt.
Das Konzept geht auf. Gegenständliche Bilder mit Blumen hat Thanassis jedenfalls aus seiner Praxis entfernt. „Die wellenförmigen Bilder von Antonio Balbi entspannen und geben eine neue Sichtweise der abstrakten Kunst“, stellt der Neurochirurg fest. Eine angenehme Abwechslung zu den Lehrbildern über die menschliche Wirbelsäule in einem Sprechzimmer.
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Kommentare
una bellissima website. Complimente !!
saluti
Ralph e Paola
bajo...........
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