Danke, emanzipiert sind wir selber! Mit diesem Satz springt Frau Schröder in das Piranha Becken der bevormundenden Ideologien. Sie kapert den Piraten einen Themenschatz weg, bevor diese überhaupt wussten, dass ihr Schiff in dieselbe Richtung fährt.
Was dieser Artikel enthält: 1. Diesen Link zu einer 'Linken Wochenzeitschrift' und einem linksgestrickten Kommentar zu Frau Schröder's Buch 2. Unten die Phoenixsendung zum Betreuungsgeld. Und darunter meine kleine Zusammenfassung der Sendung. 3. Stellungnahme von Frau Schröder im Video (Sender N24) 4. Meinen Senf.
Man muss Frau Schröder lassen, dass sie mutig ist, wohlwissend, dass Missgunst auf sie niederprasseln wird. Ihre These ist: "Ob Kinder zu Hause oder in der Kita erzogen werden - das müssen die Menschen noch selbst entscheiden dürfen."
(Oben handelt es sich um eine Videoliste. Zweites Video ist: 2. Kristina Schröder zum Equal Pay Day 2012 ... das Hauptvideo als Popup falls oben mal wieder nichts funktioniert : hier)
Herdprämie oder Kitaplätze -- Politik ohne Konzept? - PHOENIX Runde vom 24.04.2012
Zusammenfassung (Ausgangspunkt vom Betreuungsgeld war die Vereinbarung zwischen CDU und CSU: Wenn mehr Kitas, dann auch Betreuungsgeld.) Donata von Schenk (Rotes Kreuz): Wir brauchen gut ausgebaute Kitas und Pädagoginnen. Auch eine Familienlobby die den Wert der Familie erhöht ist notwendig. Der Schlüssel 1 Erzieher auf 6 Kinder ist noch schlecht.
Prof. Georg Cremer (Caritasverband): 150 € haben bei Geringverdienern eine steuernde Wirkung zum Kita-Verzicht. Qualität der Kitas ist wichtig. Es gibt noch zu wenig Erzieherinnen und zu wenig Räumlichkeiten. Wir brauchen Wiedereinstiegsprogramme in den Unternehmen. Die Unternehmen werden gefordert werden, familienfreundlich zu sein.
Katharina Wrohlich (Institut für Wirtschaftsforschung DIW): Warum ist es so schwer Familie und Beruf zu vereinbaren Alleinverdiener Modell wird in Deutschland steuerlich bevorzugt (historische Gründe). Das Kindergeld sollte besser eingesetzt werden.
Prof. Helgard Kramer (Soziologin FU Berlin): In den 70iger Jahren gab es die Frage nach einem staatlichen Lohn für Hausarbeit als gesellschaftliche Anerkennung. Kinder von bildungsfernen Familien hätten in der Kita mehr Bildungschancen. --- Allgemeiner Vorwurf zu Kindertagesstätten: Kitas gibt es nur wegen der Arbeitsmarktpolitik, damit die Eltern arbeiten sollen. Frauen sollen bei dem demografischen Wandel dem Arbeitsmarkt/Industrie weiter zur Verfügung stehen. Es geht nicht um das Wohl der Kinder. Sonstiges: Unterbrechung der Erwerbsbiografie hat Auswirkungen auf die Rente und den beruflichen Wiedereinstieg. Ist das Betreuungsgeld integrationshemmend? Indirekte Antworten 'Es wäre schön wenn': ... sinngemäß mit Ja. --- Ende Zusammenfassung ---
Mein Senf: Warum die These der Wahlfreiheit 'Kita oder Zuhause' mutig ist
Ob Grüne, SPD, Linke oder extreme Feministinnen und auch Rechtsradikale ... sie alle Träumen von der Macht der Umerziehung. Vom Grundprinzip und historisch gesehen sind es Elternhasser. Die frühestmögliche Beeinflussung im Kindesalter ist der Grund, warum es in der DDR Kitas gab. Man kann es auch als Umerziehungslager beschreiben. Für andersdenkende Eltern und deren Kinder kann man es Verwahranstalten mit Demütigungsgarantie nennen. Man kann eine menschenfeindliche Weltanschauung daran erkennen, ob sie die Eltern hassen. Feminismus in seiner sozialistischen Reinkultur ist entstanden, um das Vertrauen zwischen Mann und Frau zu zerbrechen. Herrsche durch Teilen! Verbreite Missgunst und Hass unter den Geschlechtern und Völkern, damit sie keinen Widerstand leisten und offen für die Bevormundung einer höheren Idee sind.
Warum die Kritik Frau Schröder so niederprasselt, liegt an dem kommenden Machtverlust, den die Parteien erleiden, die ganz auf Umerziehung der Kinder und Entmündigung der Eltern setzen. Nichts wäre für den extremistischen Feminismus schwerer zu ertragen, als wenn die Eltern sich lieben würden. Sofort ginge ihnen ein Mitspracherecht in der Familie verloren.
Warum die Presse in der Kritik mitzieht, liegt an der Angst vor einer Kündigung oder Büromobbing. Wer nicht bereit ist, die Gesamtmeinung der wohlverdienten Bürofeministen zu hofieren, outet sich in den Redaktionen als Rechtsradikaler und läut Gefahr gemobbt zu werden. Ein Redakteur hat die Wahl mitzuziehen oder für immer aus dem Journalismus samt Presseausweis entfernt zu werden. Party machen im Büro ist für sie einfach besser.
Nach meinem Verständnis hat Frau Schröder ein Piratenbuch veröffentlicht.
Die Piraten sind bei dem Thema Familie noch so sehr in der Findungsphase, dass sie das Thema Feminismus und Wahlfreiheit für die Erziehung einfach verpasst haben.
Viele neue Piraten haben einfach nur Lust am kritisieren, als Lust darüber nachzudenken, was sie eigentlich wollen. Was andere Parteien gezielt als scharfes Messer einsetzen, plappern sie einfach nach, ohne zu bemerken, dass sie sich gerade enthaupten.
Einige Kritikerinnen hat man in Videos gesehen, die ihr gesagt haben, sie möchten nicht von ihr (Frau Schröder) das Frauenbild vorgeschrieben bekommen. ... Nur genau das sagt Frau Schröder aber: Sie will anderen Frauen nicht ihr Frauenbild vorschreiben. Dh. viele Kritikerinnen sind so emotionalisiert, dass sie nicht mitbekommen, offene Türen einzurennen. Und zum Thema Feminismus, vertritt Frau Schröder eine Meinung, auf die mindestens 30 Millionen Menschen und darunter viele Piraten aber auch Frauen gewartet haben. Frau Schröder hätte das Buch nicht veröffentlicht, wenn sie nicht gewußt hätte, dass die meisten Menschen ihre Meinung unterstützen.
Das Thema Feminismus anzusprechen ist auch mehr als notwendig, wenn wir einen Blick auf Norwegen richten. Der Attentäter dort sieht sich als einer, der in Notwehr gehandelt hat. Rechtsextremismus basiert oft aus dem Gefühl der Notwehr. Solidarität zwischen Mann und Frau ist in gewissen politischen Kreisen in den letzten 50 Jahren ein Unwort gewesen. Nicht mitgenommen, sondern ausgegrenzt zu werden aufgrund seines Geschlechts oder der Sehnsucht zu einem vertrauten Umfeld kann ein Grund sein, sich als Opfer zu fühlen. Mit einer Neudefinition des Feminismus hat Frau Schröder letztlich auch etwas gegen den Rechtsextremismus getan und einen Anschlag, wie er in Norwegen geschah vereitelt.
Also liebe Piraten, wenn ihr den Feminismus von Frau Schröder ablehnt, macht es besser! In jedem Falle habt ihr das Thema verpennt und der Punkt geht an die CDU.
Themenwechsel, so nebenbei: Auf welche Seite wollen sich die Piraten schlagen? Auf die Seite von Kristina Schröder oder auf die Seite von Ursula von der Leyen? Ich frage, weil man auch als Nicht CDU Wähler und als nicht Parteimitglied darüber entscheidet, wer sich profilieren kann. Z. B. indem man eine Frage stellt. ... Frau Merkel kann höchstens noch eine Wahlperiode durchhalten. Dann ist sie ausgepowert. Also frage ich nochmal, mit wem wollt ihr dann in der CDU in welcher Position verhandeln? Mal von euren Fachkenntnissen und der von Frau Schröder abgesehen. Wer hat die größere vertrauensbildende Ausstrahlung? Von der Leyen oder Schröder?
Die SPD dagegen erfindet sogar das Wort Fernhalteprämie. Gemeint ist der Arbeitsmarkt und der Gewerkschaftsausweis. Gemeint ist Demütigung von Frauen, die bei ihren Kindern sein wollen. Gemeint ist: Wir erhalten Schleckerleckeri Arbeitsplätze mit Lautsprecher-Vollzeitbeschallung, damit Frauchen artig den Gewerkschaftsbeitrag bezahlt. Und: Wenn es keine Schlecker Arbeitsplätzli mehr gibt, dann gibt es Eineurojobs zur Ablenkung der Frauen, damit das Kind von der kranken Mutter befreit wird. Es fehlt nicht viel, dann würde man den Wunsch nach der eigenen Kindererziehung als Krankheitssymptom einer arbeitsunwilligen Asozialen hinstellen. Die Frauen heute haben das Wertegefühl, dass sie ohne Arbeit nichts wert sind. Man kann niemanden die Schuld geben, denn der Wunsch nach Selbstbestimmung hatte lange Zeit auch der Wunsch nach Arbeit bedeutet. Die Teilhabe an der Gesellschaft und die Fesseln der Familie von sich lassen. Das bedeutete Arbeit. Nicht mehr beim Mann betteln müssen. Heute ist aber ein Zwang zur Arbeit daraus geworden. In jeder Schule, in jeder Fortbildungsstätte wird den Menschen eingetrichtert, mach Karriere, sonst bist du nichts wert. Die meisten Menschen, samt Frauen werden heute über 80. Da bleibt soviel Zeit zum arbeiten. Das Problem der SPD, teilweise auch der Grünen ist, dass ihnen die Wertschätzung fehlt, für eine kurze Zeit Mutter zu sein. Es fehlt ihnen das 'in sich ruhen und gut dabei fühlen'.
Die Panik vieler Frauen keine Kitatagesplätze zu finden, ist das Ergebnis von der Einstellung 'ohne Arbeit bist du noch nicht gesellschaftlich aufgestiegen und als Mensch nichts wert'. Die SPD stichelt genau in die Wunde mit dem Wort Fernhalteprämie. Gefühlt meint sie: das Fernhalten vom Aufstieg in die gesellschaftliche Oberschicht. Oder das Fernhalten von der Macht. Das zeigt eben auch, dass sie kein Selbstwertgefühl in sich tragen, sondern dem hinterher hecheln, was andere schon haben, besitzen, darstellen. Ein 'so sein, wie man ist' hat für die SPD keinen Wert. Denn der Mensch ohne Arbeit entzieht sich für sie als Ware oder als Produktionsfaktor. Letztlich braucht die SPD ausgebeutete Niedriglöhner und demoralisierte Eineurojobber, um sie als Massenphänomen auf die Strasse bringen zu können. Die SPD ohne Prekariat hätte keine Wählerstimmen. Und sie muss, um von der Industrie akzeptiert zu werden ständig perfekte Arbeitskräfte anbieten. Sie ist der verlängerte Arm der Industrie. Das ist der Handel zwischen ihr, den Gewerkschaften und den Unternehmen. Deswegen ist die SPD gegen Betreuungsgeld.
Die Grünen haben im Moment nur Unterstellungen im Angebot. Ich habe mir so ein Video der Chefin angesehen. Früher hatten die Grünen noch Denker in ihren Reihen. Jetzt höre ich nur noch Floskeln aus der Gefriertruhe der Gemeinschaftsküche und ab in die Microwelle.
Die FDP hat gar kein Lager mehr, wo ein Angebot drin stecken könnte. Das Wort Wirtschaftswachstum wird nicht der Renner werden. Kitas plus Wirtschaftswachstum heißt 'Produkte ins Ausland verschenken und Kitas zur Beibehaltung des Bruttosozialprodukts und Abzahlen der Finanzkrise'. Denn irgendjemand muss das Zeug ja bezahlen, was wir als Exportweltmeister in die Müllhalden fremder Länder kippen.
Es gibt wissenschaftliche Familienforschungen. Die einen verwenden sie, um junge Familien zu unterstützen, die anderen verwenden Forschung, um Eltern zu entmündigen.
Seien wir doch ehrlich. Wir wollen am liebsten alle Kinder rechter Eltern, alle Migranteneltern, alle Kinder von Islamisten, überhaupt alle, die uns aufnötigen, böse rechte Gedanken zu entwicklen und alle die seelisch schwach sind - wir wollen sie alle zwangsweise in die Kita schicken. Vorsorglich. Damit wir nicht so böse Gedanken entwickeln müssen und alle Menschen gleich sind. Das große Umerziehungsprogramm der letzten 50 Jahre als Wiederholungszwang für alle, die nicht richtig gleich ticken. Und für die eigenen Kinder braucht man noch etwas Kleingeld, für die Tagesmutter. Das können wir aber so nicht sagen. Wir sagen dagegen harmlos und unschuldig: Wir wollen kein Betreuungsgeld. Gemeint ist aber Kitazwang und Umerziehung. Denn wir trauen es den anderen Frauen nicht zu. Also Zwang für alle und nur für Reiche können sich ja freikaufen. Aber unsere Furcht vor extremistischen Anschlägen darf nicht dazu führen, dass wir alle Mütter aburteilen und aus dem Fördern von Kindern nur das Fordern zum Kitazwang bleibt.
Wäre es der DDR gelungen durch Kitas einen neuen Menschen zu machen, dann stünde die Mauer heute noch.