Genre: Action / Fantasy
Der unglaubliche Hulk
Kinostart: 10.07.2008
Oder: Green Kong und die weiße Frau
Ein klassischer Comic, eine mittelmäßige Story, großartige Schauspieler und eine schöne Frau. Soweit, so gut.
Aber da ist noch das gruselige Monster: die Oberlippe von Liv Tyler.
Die Elbenprinzessin Arwen hat sich ihre Lippen verschönern lassen. Der Hulk schrumpft nach seinem Anfall wieder auf normale Größe zurück, Livs Lippe aber leider nicht. Wie kann es ein Plastikchirurg wagen eine Elbenprinzessin zu verunstalten ? Es gibt viele Verbrechen die man irgendwie verstehen kann wie z. B. ein Banküberfall oder die Ermordung von Mr. Burns, es gibt Verbrechen, die völlig unverständlich sind wie Bigamie, aber einer Elbenprinzessin eine dicke Oberlippe zu verpassen, das ist einfach widerlich, unmenschlich und geschmacklos.
Zurück zum Film: Der fürchterliche Hulk ist ein kleiner schmächtiger Arbeiter (Edward Norton, hervorragend!) in einer Limonadenfabrik in einer kleinen schmächtigen Stadt Brasiliens und nimmt Unterricht in Selbstbeherrschung, um seine Hulk-Anfälle zu vermeiden. Nebenbei forscht er nach einem Heilmittel für seine Mutation, und eigentlich könnte alles gut werden, aber da ist ja noch der böse amerikanische General (William Hurt, natürlich perfekt), der unbedingt das böse Hulk-Potenzial für die US-Army verwerten will. Und wie schon der alte Schiller sagte: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es der US Army nicht gefällt ", und so wird der Forscher dann doch wieder zum alles niederwalzenden Hulk-Monster.
Zurückgekehrt in die USA begegnet Hulk natürlich seiner alten Liebe Betty (Liv Tyler, Gott, wie ich ihren Chirurgen hasse), die natürlich die Tochter des ärgsten Feindes General Ross ist, und natürlich ist ihre Liebe das Einzige, das zum Herzen des Hulk durchdringt. *schmelz*
In der Folge entsteht ein Masse Action und Kollateralschaden, wobei die Spannung mittelmäßig bleibt.
Insgesamt ein unterhaltsamer Film ohne Längen (aber einer dicken Lippe):
In diesem Superheldenjahr gibt´s dafür im Hotel Cinema nur das Doppelzimmer im dritten Stock.
Von 10: Humor 2, Spannung 6, Action 7, Sex 1, Happy End 3
Ein Stern für die Action, einer für die hervorragenden Schauspieler, einer für Lou Ferrigno als Wachmann. (M.Gerlach)
| Weiter > |
|---|