Hancock, der etwas andere Superheld
Genre: Actionkomödie / Kinostart: 03.07.2008
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Am Anfang war die Idee... Ein Superheld, der nicht am Nordpol in einem Kristallpalast oder als Millionär über einer Fledermaushöhle in einem Schloss wohnt. Nein, ein Superheld, der in einem abgewrackten Wohnwagen haust, zu viel säuft und sich immer daneben benimmt.
Diese Idee ist echt originell, nur wie macht man daraus einen ganzen Film? Das wussten die Produzenten wohl auch nicht, aber gemacht haben sie ihn trotzdem.
Das Ergebnis ist der schwächste Will Smith Film, den ich je gesehen habe. Sicher ist es interessant Will Smith einmal in der Rolle eines maulfaulen Proleten zu sehen, denn er ist ja ein hervorragender Schauspieler. Nur leider werden dabei seine großen Stärken, nämlich Witz, Charme und Tempo, völlig verschenkt. Das ist wie Pamela Anderson als Nonne, die sich bis zum Schluss nicht auszieht.
Rekordverdächtig ist dieser Film allerdings in einer Hinsicht: Nach einer Viertelstunde sind sämtliche Gags des Trailers gelaufen, und jeder eifrige Kinogänger weiß, was das heißt: Besser wird's nicht.
Ich gebe gerne zu, dass ein Superhelden-Actionfilm nicht unbedingt künstlerischen Tiefgang braucht, sondern Action, Drama und Spannung, und das hat dieser Film natürlich zur Genüge. . Die Spannung steigt zwar zum Schluss nochmals an, als da etwas Böses dem guten Hancock passiert, und schließlich kullert einem auch ein Tränchen, denn Hancock und seine ‚Vergangenheit‘ wird für immer verschmolzen sein. Aber ich mag es halt, wenn die Story wenigstens einen winzigen Hauch von Logik und ein klitzekleines bisschen mehr Pfiff hat, und damit kann „Hancock" leider nicht dienen. Also heißt es Gehirn runterfahren, bunte Bilder anschauen und sich auf den Rest des Abends freuen. Ein Stern für Will undzwei für ein paar gute Gags.
(m.Gerlach)




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