Dienstag, Mai 21, 2013

Batman - The Dark Knight - Batman hits reality

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Genre: Action / Abenteuer
The Dark Knight - Batman hits reality
Kinostart: 21.08.2008
Besucher: 1.605.851 in 2 Wochen
Okay, ich geb´s zu: Batman war schon immer mein absoluter Lieblings-Superheld. Er war schon immer der Härteste von allen, hatte die schärfste Ausstattung (Batmobil, Batarang, Batskiboat, Batgürtel) und insgesamt einfach das schärfste Styling, obendrein immer auch einen Batscherz zur rechten Zeit.

Aber die unbeschwerten Tage der Kindheit sind für uns alle vorbei, Batman´s alter Gegner Mr. Freeze ist inzwischen Gouverneur von Kalifornien und mein Batmobil von Corgi Toys ist auch weg.

So ist auch der Joker in „The Dark Knight" inzwischen zu einem Schurken mutiert, bei dem uns das Lachen im Halse stecken bleibt, und, ohne zu viel zu verraten, das bleibt es auch bis zum Schluss.

Dieser Joker ist ein Clown, der als Einziger über seine Scherze lacht. Denn die Pointe besteht nicht nur darin, dass unschuldige Menschen oder ein Krankenhaus in die Luft gesprengt werden. Nein, der Clown zeigt auf grausame Art den durchaus gutherzigen Planern dieser Welt, wie zynisch und ebenso grausam die gut gemeinten Absichten und Pläne sind. Denn die Planer zeigen sich immer bereit, die Auswahl von Gut und Böse, von Tod und Leben zu treffen. Eine tödliche Planung. Aus Hass gegen die Planer und mächtigen Strategen, die stets auch das Böse schaffen, entwirft der Clown, der sich als Spieler sieht, eine ausweglose Zwickmühle und hält Batman seinen Spiegel vor.batman_roller

Dieser Joker (Heath Ledger, ja, ja, großartiger Schauspieler) ist der härteste, gerissenste und zugleich irrste Gegner, den Batman (Christian Bale) je hatte, die Sorte Verbrecher, „die einfach nur die Welt brennen sehen wollen", wie Butler Alfred (Michael Caine) bemerkt.

Doch das ist dem Joker noch nicht genug: Er will auch selbst das Streichholz sein, und das gelingt ihm verdammt gut. (Heath Ledger hat für den Joker einen Oscar bekommen!)

Im Gegensatz dazu gelingt es Batman nur sehr schwer, seine Rolle als Retter Gotham`s zu spielen. Nicht nur, dass Bruce Wayne endlich seine Nächte zu Hause und mit seiner angebeteten Rachel Dawes (Maggie Gyllenhaal ) verbringen will, nein, auch die Bürger Gotham´s sehen in ihm eben nicht mehr nur den weißen Ritter, sondern auch eine Bedrohung, durch seine Selbstjustiz.

Ein Superheld, der nicht gegen Kryptonit, sondern gegen ein Säurebad aus Zweifel und Kritik und dazu gegen einen ebenso übergeschnappten wie übermächtigen Gegner 'der Kehrseite jeder Planung' kämpfen muss. Das ist der Stoff, aus dem die Filmträume sind: Dieser Film lässt den Rest der diesjährigen Superhelden Asbach-Uralt aussehen -(außer Hulk natürlich, wir wollen ihn nicht verärgern.)

Leider fraß sich dann in meine Begeisterung ein böses Bild: das wohlgefällig grinsende Gesicht von Herrn Schäuble. Die unterschwellig transportierte Filmaussage, dass man fanatische Verbrecher, die alles in die Luft sprengen, nur mit der pausenlosen totalen Überwachung aller Bürger zur Strecke bringen kann, hätte glatt von ihm sein können. Das würde ihn zum Richter aller Daten, der guten und bösen Menschen aufspielen und den Wahnsinn eines Jokers, eines Clowns erst möglich machen. Für die Auszubildenden von FBI, CIA, NSA, BKA und Verfassungsschutz gehört dieser Film zum Pflichtprogramm!

Dieser Film ist der Thriller des Jahres und geeignet für alle, die Spannung und Action mögen; nicht geeignet für Leute die Mamma Mia lieben oder zu Albträumen neigen - nicht zuletzt wegen des Hammer-Soundtracks von Hans Zimmer. Nichts für Leute, die Angst vor Clowns haben! (M.Gerlach)


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