Donnerstag, März 11, 2010
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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

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Genre: Abenteuer
Kinostart: 22.05.2008
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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Unsere Filmkritik:

"Der James Bond unter den Archäologen ist zurück."

Kaum sind neunzehn Jahre seit „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" vergangen, da setzen George Lucas und Steven Spielberg dem inzwischen 65-jährigen Harrison Ford wieder sein fesches Fedora-Hütchen auf und schicken ihn erneut in den Kampf um die unglaublichsten, wertvollsten und verschwundensten Relikte seiner Zeit, in diesem Fall des Jahres 1957.

Nach außen stecken die USA im Kalten Krieg, im Innern beschäftigen sie sich damit ihre Wüstengebiete atomar zu verseuchen und jeden, der etwas Vernünftiges sagt, als vermeintlichen Kommunisten zu hetzen. Daher kämpft Indy nicht mehr gegen die bösen Nazis, sondern gegen die (nicht ganz so) bösen Russen, die angeführt werden von einer atemberaubend dominanten Cate Blanchett. Das alleine reicht natürlich nicht an Problemen, auch das FBI misstraut ihm, und sein alter Freund Mac verrät ihn obendrein noch mehrmals an die schöne russische Domina (bestimmt nur des Geldes wegen, ein Indiana Jones Film ist schließlich jugendfrei).

Zum Glück taucht zu seiner Unterstützung der junge Harley-Fahrer Mutt auf, der sich später doch glatt als Henry Jones III. entpuppt. Er wird von Shia LeBeouf verkörpert, in dem Spielberg den neuen Tom Hanks sieht, sollte sich da eine Nachfolge anbahnen? Nun ja, zum Happy End des Filmes gehört eine kurze Szene, in der sich Mutt den Hut seines Vaters aufsetzen will, aber Indy schnappt in sich doch wieder selbst und seinen Fans fällt ein Stein vom Herzen.

Da wir gerade vom Happy End sprechen: Marion Ravenwood (Karen Allen), Indys große Liebe aus „Jäger des verlorenen Schatzes" taucht wieder auf und ist ihm gar nicht wohlgesonnen, aber wer kann schon dem charmantesten Archäologen aller Zeiten lange böse sein, und so wird am Schluss endlich geheiratet.

Vorher entkommt Indy noch kurz unzähligen russischen Kugeln, fleischfressenden Riesenameisen, Skorpionen, Giftpfeilen und einer Atombombenexplosion und bringt einem Alien seinen Kristallschädel zurück, der darauf schon seit 400 Jahren wartet, um zurückfliegen zu können.(Und wir meckern über ein paar Stunden Verspätung bei der Bahn).

Auf einen Auftritt von Sean Connery müssen wir leider verzichten, für einen Kurzauftritt mochte er seinen Ruhestand nicht unterbrechen, und eine größere Rolle mochte George Lucas nicht bezahlen, wobei das bei Produktionskosten von 185 Mio. Dollar nicht so sehr ins Gewicht gefallen wäre. Darüber hinaus legte der Film den drittbesten Start aller Zeiten hin (nach Pirates Of The Caribean und The Dark Knight):

311 Mio. Dollar weltweit in den ersten vier Tagen, da ist man aus dem Gröbsten raus. Bis heute (Juli 2008) sind es 748 Mio. geworden (Die ersten drei Indiana Jones brachten zusammen 1,1 Mrd. Dollar ein), und so sind alle glücklich.

Mich machte der Film leider nicht ganz so glücklich, denn trotz der Action, der kleinen Gags am Rande und der perfekten Produktion fehlte mir einfach die Spannung, die mich früher auf die Sitzkante zog. So ist es insgesamt ein unterhaltsamer Film für die ganze Familie mit einem wunderbaren Harrison Ford, dessen Klasse die anderen Darsteller leider nicht erreichen. Vier Sterne. (M.Gerlach)

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